Olivenöl - das Gold Italiens

Das Olivenöl das am Gardasee gepresst wird, gilt seit Jahrhunderten als Delikatesse. Kaltgepresst wird es besonders rein, bekömmlich und gesund. Die Ölbäume prägen das Landschaftsbild des Ostufers, das sich auch stolz "Riviera der Oliven" nennt. Sie nehmen ihre Besitzer sehr in Beschlag. Wurzelpflege, Schneiden und Düngen und zweimal im Jahr muss die Erde gehackt oder umgebrochen werden.

Mühsam ist auch die Ernte. Im Spätherbst steigen die Bauern auf langen, schwankenden Stangen, durch die in Abständen Querhölzer als Sprossen gebohrt wurden, bis in die Baumwipfel hinauf. Sie durchstreifen die Zweige mit einer Art Striegel und die Früchte fallen auf die am Boden ausgelegten Netze oder Tücher. Dann werden die Oliven auf großen Holzgestellen getrocknet, danach in luftige Säcke gepackt und zu den Ölpressen gebracht.

Beinahe das gesamte Öl, das rund um den Gardasee erzeugt wird, trägt das Prädikat "extra vergine". Es hat die niedrigsten Säurewerte, ist das am besten verdauliche und unter allen in der Küche verwendeten Fetten das bekömmlichste. Olivenöl reduziert die Cholesterinwerte, ist blutdrucksenkend, vermindert die Gefahr eines Arterienverschlusses, enthält viele wichtige Vitamine wie A, D und E, verringert das Risiko eines Herzinfarkts ebenso wie einige Arten von Tumoren, Gastritis oder Magengeschwüren. Es wirkt auch fiebersenkend. Wen wundert es also, dass statistisch gesehen die Bewohner der Bergdörfer über dem Gardasee die höchste Lebenserwartung in ganz Italien haben.